Hohenecker Literaturkreis – Gesamte Reihe

Kunst und Kultur

Hohenecker Literaturkreis – Gesamte Reihe

Familiengeschichten im Laufe der Generationen



Termin:
Montag, 19:00-21:00 Uhr
(6x) 09.02.2026, 09.03.2026, 13.04.2026, 11.05.2026, 15.06.2026, 20.07.2026
Ort:
Haus Edith Stein
Referent/in:
Gabriele Pennekamp (Lehrerin für Deutsch und Kunst)
Kosten:
€ 45,- (Gesamte Kursreihe oder € 8,- je Abend)
Kursnummer:
261-1502
Information und Anmeldung:
Einzelne Termine können separat unter der jeweiligen Kursnummer gebucht werden.

 


Jeder Mensch kennt das Verlangen, sich mit der eigenen Herkunft und Vergangenheit vertraut zu machen. Es ist eine persönliche Suche nach Antworten, auf das, was uns geprägt hat. Denn verschwiegene Wahrheiten, die Weitergabe von Werten oder auch Verletzungen prägen uns über Generationen hinweg. Man erinnert sich zwar an das, was man als Kind oder Jugendlicher selbst erlebt hat oder welche Erzählungen in der Familie immer wieder zum Besten gegeben wurden. Will man aber ehrliche Antworten auf diese Fragen finden, ist es oft mehr ein Herantasten an das, was wirklich war, denn die, die man gerne fragen würde, sind leider nicht mehr unter uns. Und immer deutlicher wird, dass der Unterschied zwischen dem Wenigen, an das wir uns wirklich erinnern und dem Vielen, was im Laufe der Jahre an Erzählungen weitergegeben wird, immer größer wird.
Genau das beschreibt den Inhalt der Romane dieser Reihe, die interessanterweise nur von Autorinnen verfasst wurden. Sie setzen sich allesamt mit diesen Fragen auseinander, erkunden das Geflecht familiärer Beziehungen, Traditionslinien und Brüche über die Zeit hinweg, um den Wurzeln ihrer Herkunft nachzuspüren, auch um zu verstehen, was sie oder das Verhältnis z.B. zu ihrer Mutter, ihrem Vater oder der restlichen Familie geprägt hat. Es geht auch um das, was verlorengegangen ist. Teilweise schildern sie sehr persönliche Erfahrungen, um der Wahrheit näherzukommen: Die Fragen nach Zugehörigkeit, Schuld und Vergebung spielen eine Rolle, ebenso wie die Suche nach einem Platz im eigenen familiären Gefüge. Ihre Romane basieren auf Recherchen, persönlichen Erinnerungen, Erzählungen oder Befragungen der eigenen Verwandtschaft. All diese Fakten haben sie zusammengetragen und die Leerstellen oft mit Erfindungen und ihren Gedanken gefüllt.
In fast allen Romanen geht es um ganze Generationenschicksale und um Erzählungen über das Weiterwirken von Geschichte im Privaten, denn nebenbei erfährt man viel über die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts.

261-1502-1 9.2. Maja Haderlap: „Nachtfrauen“
261-1502-2 9.3. Iris Wolff: „Die Unschärfe der Welt“
261-1502-3 13.4. Jenny Erpenbeck: „Heimsuchung“
261-1502-4 11.5. Sylvie Schenk: „Maman“
261-1502-5 15.6. Anne Tyler: „Eine gemeinsame Sache“
261-1502-6 20.7. Anna Katharina Hahn: „Aus und davon“